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Süß und scharf!

ChilidulcesNach zwei Kindergeburtstagen ist der Vorrat an Süßigkeiten wieder gewachsen. Die Besonderheit im Fundus – Süßigkeiten mit Chili und Tamarinde. Sehr lustig, pica fresa, die scharfe Erdbeere. Das ist Chilipulver mit Zucker, Erdbeere oder Tamarinde als Bonbon oder als Paste zum Herausdrücken. Die Kinder hier sind verrückt danach.
Bis heute dachte ich, man muss damit aufgewachsen sein oder mexikanische Geschmacksnerven haben, um das lecker zu finden. Da sagt mir mein Sohn: “Mama, die sind lecker”, schnappt sich eins und schleckt es voller Genuss.
Vor sechs Monaten sagte er noch: “Das schmeckt wie verbranntes Pflaumenmus mit Chili.” (Damit sich das deutsche Geschmacksnerven nachempfinden können)

Damit haben wir den Beweis: Geschmack verändert sich.

 

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Urlaubsplanungen

Langsam wird es Zeit den Sommerurlaub zu planen. Mit schulpflichtigen Kindern sind die Ferien dabei eine sehr wichtige Grundlage. Ich schaue in sämtlichen Unterlagen, kann aber keinen Hinweis auf die Sommerferien finden. Ich rufe in der Schule an:

“Die Sommerferien beginnen am 14. Juli, also da gibt es Zeugnisse, wahrscheinlich dann ab dem 15. Juli.” (Wahrscheinlich? Das ist mitten in der Woche?)

Ok, und bis wann gehen die Ferien?

“Das wissen wir noch nicht! Entweder bis zum 18. oder bis zum 24. August.”

“Ahja! Danke für die Auskunft.”

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Schwimmkurs

Wer in Mexiko einen Schwimmkurs belegen möchte braucht eine ärztliche Untersuchung. Ohne die, wie uns zumindest gesagt wurde, darf man nicht ins Wasser. In der Zwischenzeit hat keiner, den ich gefragt habe diese Aussage bestätigt, aber wir sind brav zur Untersuchung gegangen.

Zunächst beginnen wir bei der Ernährungsberaterin:  “Wie heißen die Kinder? Ähm, wie ist der Nachname, können Sie das bitte buchstabieren?” Aber gerne doch. Nach Adresse, Geburtsdatum, Blutgruppe und sonstigen Basisangaben werden die Kinder gewogen und gemessen. Die Daten werden in die Entwicklungskurve eingetragen, die man auch vom Kinderarzt aus Deutschland kennt. Das Ergebnis: Sie sind viel zu groß und damit auch viel zu schwer?! Aber da es sich um die Kurve für mexikanische Kinder handelt ist alles halb so wild. Weiter geht’s mit Fragen zur Ernährung. Wichtig, wie viele Eier essen die Kinder am Tag? Was? Manchmal gar keine? Oder maximal zwei Eier? Dann die Frage, wie viel Fleisch essen die Kinder? Auch hier schneiden sie unterdurchschnittlich ab. Ebenso bei Bohnen und Milch erfüllen wir nicht die mexikanischen Vorstellungen einer guten Ernährung. Nach fast 45 Minuten gehen wir in den nächsten Untersuchungsraum. Die Ärztin kommt herein. Guten Tag! Sie holt zwei Fragebögen aus ihrem Schrank und wir beginnen von vorne. “Wie ist der Name, das Geburtsdatum, die Blutgruppe?”

“Das haben wir doch alles gerade ausgefüllt.” Es gibt kein Pardon. Also, alles auf ein Neues. Wieder buchstabiere ich unseren Nachnamen. Wir kommen zum erneuten Wiegen und Messen. Wieder wird das Blatt mit der Kurve herausgeholt, die Daten eingetragen und welche Überraschung – die Kinder sind viel zu groß und zu schwer für ihr Alter.
Ach so, ist ja nur die mexikanische Kurve … kennen wir ja schon.
Also dann weiter im Text:
“Welchen Schulabschluss haben Sie und Ihr Mann?”
Muss ich Abitur haben, damit meine Kinder einen Schwimmkurs machen können?
“Wieviel haben Sie während der Schwangerschaft mit den Kindern zugenommen?”
“In welcher Schwangerschaftswoche wurden die Kinder geboren – natürlich oder mit Kaiserschnitt?”
“Hatten Sie eine Betäubung während der Geburt?”
… es geht noch immer um die Erlaubnis, beim Schwimmkurs teilzunehmen.

Es nimmt kein Ende. Die Fragen werden immer skuriler. Nach einer kompletten, weiteren Stunde setzen sich die Kinder kurz auf den Untersuchungstisch, bekommen einmal in den Hals geschaut, werden einmal abgehört und die Wirbelsäule wird abgetastet.

Bestanden! Die Kinder dürfen schwimmen gehen!

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Einparkhilfe auf mexikanisch

Das ist einer der Berufe, die man aus Deutschland nicht kennt. Die Einparkhelfer sind auf jedem Supermarkt Parkplatz im Einsatz. Mit Trillerpfeife und Warnweste lenken sie die Autos in freie Parkplätze, winken rein und raus und haben meistens noch ein Lächeln oder netten Gruß parat. Auch den Einkaufswagen schieben sie und laden das Gekaufte in den Kofferraum. Die Autofahrer geben ein Trinkgeld.
Ich weiß nicht, ob ich es schlimm finden soll. Im ersten Moment wirkt es befremdlich, wenn man aus Deutschland kommt. Im zweiten Moment muss ich sagen, ist es eine kreative Leistung, einen solchen möglichen Service zu erkennen und ihn anzubieten. Es ist immer wieder erstaunlich, wie und wo kleine Möglichkeiten entdeckt und genutzt werden, um etwas Geld zu verdienen. 
Wer das Video vom Verkehr gesehen hat, weiß, wie es auf mexikanischen Straßen zugehen kann – die Parkplätze sind in Zeiten mit viel Verkehr nicht weniger laut und chaotisch. An diesem Morgen war so gut wie noch nichts los. In Stoßzeiten kommen die Jungs ganz schön ins Schwitzen. Und genau dann bin ich meistens sehr froh, dass sie da sind.  Muchas gracias!

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Internetbanking

Wir trauen unseren Ohren mal wieder nicht. Bezahlen über das Internet ist hier in den Anfängen, ja. Aber welches Gerücht erreicht uns diese Woche?
Internetbanking geht, klar, ABER nur während der Öffnungszeiten der Bank?!

Wir werden das erforschen …

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Luftfracht

Diese Woche war es endlich so weit … die Luftfracht kam an und damit vier Kisten mit Spielzeug! Was ein Fest! Besonders lustig ist es, wenn Kinder beim Auspacken der Kisten mit leuchtenden Augen und einem Spielzeug in der Hand von ihrer Kindheit erzählen…

Kiste_da2 Kiste_da3 Kiste_da4

 

und die Hände gar nicht so schnell hinterher kommen wie die Augen, die die ganzen Schätze sehen, die soooo lange nicht da waren.